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38. Int. Radjugendtour Oststeiermark

Foto: Gleichweit_TV Oststeiermark

Die Oststeiermark wird vom 26. bis 30. August 2026 erneut zum Zentrum des internationalen Radsports: Mit der 38. Internationalen Radjugendtour Oststeiermark geht eine der bedeutendsten Nachwuchs-Radrundfahrten Europas in ihre nächste Runde. 25 internationale Teams aus 14 Nationen werden erwartet – mit jungen Talenten zwischen 15 und 17 Jahren, die hier wichtige Schritte Richtung Profikarriere setzen.

Die markante rote „8“ im Logo der 38. Auflage symbolisiert die 8. Austragung der Radjugendtour in der Oststeiermark und steht zugleich für die gewachsene Erfolgsgeschichte der Region als Bühne eines internationalen Top-Nachwuchsevents. Organisiert und umgesetzt wird die Radjugendtour von Cycling Austria, mit maßgeblicher Unterstützung der engagierten Etappenorte, der Regionalentwicklung Oststeiermark und dem Tourismusverband Oststeiermark.

Neuer Auftakt im Süden: Bad Loipersdorf als Bühne für den Prolog

Mit Bad Loipersdorf und der Therme Loipersdorf konnte ein neuer Etappenort gewonnen werden. Im Süden der Region bildet er den Auftakt der Rundfahrt: Ein spannendes Einzelzeitfahren (Prolog) über 3,1 Kilometer rund um die Therme eröffnet die Tour und sorgt bereits am ersten Tag für erste Zeitabstände und große Emotionen.
Die Streckenführung 2026 spannt einen Bogen über/durch die gesamte Oststeiermark – vom Süden in Bad Loipersdorf bis in den Norden nach Waldbach-Mönichwald, Vorau, Birkfeld und Friedberg. Dazwischen liegen mit Hartberg, Stubenberg am See, Pöllau und Weiz weitere zentrale Stationen der Tour.

Vorentscheidung am dritten Tag?

Nach der Vergabe der ersten Wertungstrikots startet die erste Etappe am Hauptplatz in Hartberg und führt über 77 Kilometer nach Stubenberg. Es ist die längste Etappe der diesjährigen Rundfahrt. Der Auftakt über Sebersdorf, Bad Waltersdorf und Bad Blumau verspricht ein schnelles Rennen und lässt ein Stundenmittel von 45 km/h erwarten. Die erste Zieldurchfahrt wird gegen 17:45 erwartet.

Die Königsetappe führt am dritten Tag von Pöllau nach Vorau. 70 schwere Kilometer über einige Anstiege werden wohl die Vorentscheidung im Gesamtklassement bringen. Eine erste Sondierung wird über den Gschaidsattel nach Birkfeld erwartet. Spätestens beim 11 Kilometer langen Anstieg nach Miesenbach werden sich die bergfesten Fahrer absetzen. Die giftigen Anstiege im Finale hinauf zum Stift sorgen für eine topographisch schwere Schlussrunde und werden den besten Fahrer küren.

Klassikercharakter zum Tourfinale

Die dritte und vorletzte Etappe startet im Ortszentrum von Mönichwald. Bereits nach 4 Kilometern erfolgt die erste Sprintwertung, was einen flotten Start garantiert. Das Ziel wartet nach 66 Kilometern am Hauptplatz in Friedberg. Der Finaltag verläuft von Weiz über 58,8 Kilometer nach Birkfeld und hat mit vielen hügeligen Abschnitten einen Klassikercharakter. Besonders die schwere Schlussrunde, über Pireggerstraße, Kleinmirthof, Elmleiten und Waisenegg nach Birkfeld, ist für starke Allrounder wie gemacht für einen Tagessieg.

Die Zukunft des Radsports gastiert in der Oststeiermark

Die enorme internationale Nachfrage unterstreicht den außergewöhnlichen Stellenwert der Rundfahrt, die sich als eine der wichtigsten Entwicklungsplattformen für den europäischen Radsportnachwuchs etabliert hat. Für viele der jungen Athleten ist die Radjugendtour der erste große Auftritt auf internationaler Bühne – die Oststeiermark wird damit einmal mehr zur Bühne der Zukunft des internationalen Radsports.

Die Geschichte der Radjugendtour zeigt eindrucksvoll ihre sportliche Wertigkeit. Zahlreiche spätere Weltklassefahrer sammelten hier ihre ersten internationalen Erfahrungen. Namen wie Markus Burghardt, Andy Schleck, John Degenkolb, Peter Sagan, Jasper Stuyven, Pascal Ackermann oder Jasper Philipsen feierten auf österreichischem Boden bereits Etappenerfolge, ehe sie bei den größten Rennen der Welt auf den Siegerpodesten standen. Auch der aktuelle Weltklassefahrer Tadej Pogačar gehörte einst zum Starterfeld der Rundfahrt. Über fünf Tage hinweg kämpfen die Nachwuchsfahrer auf anspruchsvollen Etappen um Sekunden, Wertungstrikots und den Gesamtsieg – begleitet von einer einzigartigen Atmosphäre entlang der Straßen in der hügeligen Landschaft der Oststeiermark.

Karrieresprungbrett für heimische Talente

Auch für den heimischen Radsport ist die Radjugendtour seit vielen Jahren ein echtes Sprungbrett in die Weltklasse. Michael Hettegger sorgte 2024 mit seinem Gesamtsieg für einen österreichischen Triumph und schaffte anschließend den Sprung in den Nachwuchs der WorldTour-Mannschaft Lidl-Trek. Zuvor gewann Alexander Hajek 2019 die Gesamtwertung und fährt heute für Red Bull – BORA – hansgrohe. Mit Etappensiegen machten zudem Heimo Fugger und Valentin Hofer auf sich aufmerksam, die mittlerweile für die WorldTeams UAE Team Emirates XRG beziehungsweise Bahrain Victorious unterwegs sind. Bereits davor legten auch Bernhard Eisel und Marco Haller mit Erfolgen bei der Radjugendtour den Grundstein für ihre internationalen Karrieren – ein eindrucksvoller Beleg dafür, welchen Stellenwert dieses Rennen für die Entwicklung österreichischer Spitzenfahrer besitzt.

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