Sechster Platz bei Cyclocross-EM für Michael Hettegger
Text: Peter Maurer / Fotos: Elisa Haumesser
Ein absolutes Spitzenergebnis konnte der Oberösterreicher Michael Hettegger bei den Cyclocross-Europameisterschaften im belgischen Middlekerke einfahren. Der 17-Jährige landete auf dem sechsten Platz bei den Junioren auf dem anspruchsvollen Kurs in den Dünen der Nordseeküstenstadt.
"Ich habe keinen guten Start erwischt und bin am ersten Hügel sogar zu Sturz gekommen", berichtete Hettegger, der zum Glück aber von einem Defekt verschont blieb und seine Aufholjagd startete. Speziell im tiefen Sand der Dünenabschnitte machte er viel an Boden gut. "Dadurch, dass ich ein eher leichterer Fahrer bin, konnte ich beim Laufen viel gutmachen. Das hat mir sogar Spaß gemacht", grinste er. Mit geschultertem Rad lief er immer weiter nach vor von Runde zu Runde.
"Es war das erste Mal, dass ich bei einem Cross mit solchem Untergrund gefahren bin. Von dem her war das ganz was Neues, was ich auch noch nie geübt habe", berichtete der junge Österreicher. Die Goldmedaille ging an den Italiener Filippo Grigolini vor seinem Teamkollegen Patrik Pezzo Rosola. Bronze holte der Belgier Giel Lejeune. Hettegger hatte einen Rückstand von 1:22 Minuten im Ziel.
Einen besseren Start als der Oberösterreicher erwischte die Vorarlbergerin Johanna Piringer bei den Juniorinnen. "Ich konnte dabei einige Plätze gutmachen, allerdings ist mir danach ein wenig die Luft weggeblieben", so Piringer, die im Mountainbike schon EM-Medaillen in den Jugendklassen gewinnen konnte. Vor zwei Wochen lag sie mit einem Infekt aber noch krank im Bett, was nicht die ideale Vorbereitung auf die Kontinentaltitelkämpfe in Belgien war. "Mit dem Ergebnis bin ich jetzt nicht ganz so zufrieden, aber ich nehme auch viel mit aus den Europameisterschaften. Ich hoffe, dass ich das dann bei den nächsten Rennen umsetzen kann", schilderte die Vorarlbergerin abschließend.