Vom ersten bis zum letzten Tag in Rot - Gregor Mühlberger gewinnt die 75. Tour of Austria

Texte: Peter Maurer / Fotos: Reinhard Eisenbauer
Mit einem Massensprint in Wien, bei der Patrick Konrad auf Rang drei landete, endete die 75. Austragung der Tour of Austria. In der Gesamtwertung brachte der Schlusstag keine Veränderungen, womit sich Gregor Mühlberger die Gesamtwertung sicherte, für den ersten rot-weiß-roten Rundfahrtsieg seit 13 Jahre sorgte und als erster Nationalteamfahrer seit 1994 sich zum Sieger kürte.
5. Etappe: Langenlois - Wien
109 Kilometer standen am Schlussabschnitt der Tour of Austria am Programm und nach dem Zielsprint des Feldes vor dem Burgtheater konnte das heimische Nationalteam dann über den Gesamtsieg von Gregor Mühlberger jubeln. Als erster heimischer Fahrer seit 2013 sicherte er sich den Gewinn des Roten Trikots und schrieb sich erstmals in die Siegerliste ein.
“Es war mein Plan, die Rundfahrt zu gewinnen. Ich bin nicht hergekommen, um Top Ten oder Top Fünf zu werden. Ich bin in Topform, ich habe in der Vorbereitung für die Tour de France alles richtig gemacht, deshalb freut es mich, dass ich das hier bestätigen konnte“, freute sich Mühlberger, der Tag für Tag die Arbeit seiner Kollegen hervorhob.
“Ohne die Jungs wäre dieser Sieg nicht möglich gewesen und das ist echt eine Traumwoche gewesen“, so Mühlberger. Den Schlusssprint sicherte sich der Brite Sam Watson, Patrick Konrad landete noch auf Rang drei in Wien.
4. Etappe: Steyr - Steyr
Auf seiner Heimetappe, Gregor Mühlberger wuchs nur unweit von Steyr auf, verteidigte er die Gesamtführung der Tour of Austria. Als Elfter erreichte er das Ziel der 4. und vorletzten Etappe in Steyr und führt weiter in der Gesamtwertung mit einem Vorsprung von 1:25 Minuten vor dem US-Amerikaner Kevin Vermaerke. Den Etappensieg in Oberösterreich holte sich der Italiener Andrea Bagioli.
"Ich bin jetzt richtig erleichtert. Meine Kontrahenten haben heute noch einmal alles versucht, aber wir konnten das Trikot verteidigen. Jetzt müssen wir nur mehr einen Tag überstehen", schilderte Mühlberger nach der 170 Kilometer langen Etappe rund um Steyr. Nur unweit vom Start- und Zielort der 4. Etappe in Haidershofen aufgewachsen, ließ sich der mittlerweile in Salzburg wohnhafte
3. Etappe: Lienz - St. Johann/Alpendorf
Nach zwei Etappensiegen in Folge für das heimische Nationalteam durch Gregor Mühlberger waren auf der 3. Etappe von Lienz nach St. Johann/Alpendorf bei der Lidl Tour of Austria die Ausreißer gefragt. Aus einer großen Gruppe, in welcher sich Sebastian Putz die Sonderwertung "Cycling Austria-Tour 75" sichern konnte, setzte sich der US-Amerikaner Neilson Powless als Tagessieger durch. Mühlberger erreichte den Zielort in der Gruppe der Favoriten und liegt weiter 1:31 Minuten vor seinen schärfsten Verfolgern.
"Es war ein perfekter Tag, auch mit der Unterstützung des Teams. Wir haben gehofft, dass die Gruppe es ins Ziel schafft. Leider war Sebastian nicht mehr dabei, denn er hat in den letzten Tagen viel Kraft gelassen", berichtete Mühlberger, der den Tag auf Rang 20, 1:48 Minuten hinter dem Tagessieger beendete.
In die große Fluchtgruppe des Tages mischte sich mit Putz auch ein Fahrer des Nationalteams. Er gewann die Sonderwertung "Cycling Austria-Tour 75" am Weg nach St. Johann/Alpendorf, konnte die finalen Attacken, wo sich Powless gemeinsam mit dem Spanier Igor Arrieta absetzen konnte, nicht mehr mitgehen.
Am Samstag steht die vorletzte Etappe der Tour of Austria rund um Steyr am Programm, eine Heimetappe für den nur unweit in Haidershofen aufgewachsenen Mühlberger: "Morgen ist ein richtiges Heimrennen und darauf freue ich mich. Viele Bekannte werden am Straßenrand stehen und mich anfeuern."
2. Etappe: Bad Kleinkirchheim - Großglockner
Zwölf Jahre nach seinem ersten großen Auftritt, wo er als 20-Jähriger den Titel des Glocknerkönig einfahren konnte, gewinnt Gregor Mühlberger die 2. Etappe der Lidl Tour of Austria. Der Wahlsalzburger setzt sich auf der Franz-Josefs-Höhe am Großglockner durch und baute damit seinen Vorsprung in der Gesamtwertung weiter aus.
"Ich bin super happy, aber auch sehr müde. Jeden Meter rauf spürst du die Höhe enorm“, meinte Mühlberger im Ziel, welches er 1:10 Minuten vor seinen schärfsten Verfolgern James Shaw und Kevin Vermaerke erreichte. Auf eineinhalb Minuten konnte er in der Gesamtwertung seinen Vorsprung auf Vermaerke ausbauen.
“Jetzt müssen wir das Leadertrikot heimbringen, aber ich habe ein tolles Team hinter mir und die Jungs haben heute nen tollen Job gemacht und ich konnte Energie sparen“, erzählte Mühlberger weiter, der am Schlussanstieg der beste Fahrer war. “Es war aber ein ziemlicher Gegenwind und niemand hat sich zurückgehalten. Das Rennen war viel schneller, als wir es erwartet haben. Am Ende musste ich gehen, als der letzte Gegner Probleme bekam“, fügte er an. Mühlberger setzte sich 4,5 Kilometer vor dem Ziel ab und baute seinen Vorsprung kontinuierlich aus.
1. Etappe: Graz - Gamlitz
Wie vor einem Jahr geht die Startetappe der Tour of Austria an einen Lokalmatadoren. Nachdem Felix Großschartner sich das Trikot des Spitzenreiters in Steyr 2025 sichern konnte mit einem Tagessieg, wiederholte Gregor Mühlberger auf dem 188 Kilometer langen Abschnitt von Graz nach Gamlitz dieses Kunststück. 11,2 Kilometer vor dem Ziel machte er sich als Solist auf die Reise und beendete diese erfolgreich.
“Aktuell spüre ich überall das Laktat einschießen, aber ich bin super happy“, freute sich Mühlberger, der erstmals in seiner Karriere einen Etappensieg bei der Tour of Austria einfahren konnte. Im hügeligen Ende der 188 Kilometer, die in Graz gestartet wurden, war der Fahrer des heimischen Nationalteams der absolut stärkste im Feld der Favoriten. Als er 11,2 Kilometer vor dem Ziel angriff, konnte keiner der Kontrahenten ihm mehr folgen.
“Es ist schön und eine Ehre die heimischen Farben zu repräsentieren, vor allem beim Heimrennen. Wir haben als Team super gearbeitet, obwohl es unser allererster Tag gemeinsam war. Die Jungs haben mich super unterstützt und sie haben das echt gut gemacht“, bedankte sich Mühlberger bei seinen fünf Landsmännern Alexander Hajek, Sebastian Putz, Paul Verbnjak, Rainer Kepplinger sowie Valentin Hofer.
Mühlberger übernahm mit seinem Sieg auch die Gesamtführung, 15 Sekunden liegt er vor dem US-Amerikaner Kevin Vermaerke, 17 vor dem Spanier Hector Alvarez. Dann folgt der Niederländer Bauke Mollema mit 21 Sekunden. Als Sechster ist Michael Gogl zeitgleich mit Mollema, Patrick Konrad ist drittbester Österreicher als 14ter mit 1:07 Minuten Rückstand auf Mühlberger. Auch Hajek erreichte das Ziel in dieser Gruppe.







































