EM-Fieber für Österreichs Paracycling-Team nur unweit der Landesgrenze im Friaul

Text: Peter Maurer / Fotos: Drew Kaplan
Nach einer Pause von drei Jahren finden endlich wieder Europameisterschaften im Paracycling statt. Ausgetragen werden diese in Maniago im Friaul, nur unweit der österreichisch-italienischen Grenze. Am Freitag finden die Einzelzeitfahren statt, am Samstag und Sonntag warten die Straßenrennen. Das rot-weiß-rote Team hat nach erfolgreichen drei Weltcups in dieser Saison große Hoffnungen auf Topergebnisse.
Mit zwei Zeitfahrsiegen im Gepäck gehört die Salzburgerin Cornelia Wibmer zu den absoluten Topfavoritinnen im Kampf gegen die Uhr in der Klasse H4. “Nach den Weltcups war jetzt aber zu wenig Zeit, um noch an der Form zu arbeiten, aber mein letzter Leistungstest war gut. Natürlich ist alles in meiner Klassen eng beisammen und es benötigt einen perfekten Tag“, schilderte die Gesamtweltcupzweite dieser Saison.
Bei den letzten beiden Weltmeisterschaften eroberte sie zwei Medaillen, einmal Silber und einmal Bronze im Einzelzeitfahren, 2022 gab es auch schon bei Europameisterschaften Bronze. “Ich werde alles geben am Freitag. Die Vorfreude ist riesig, vor allem, dass es nach der langen Pause wieder diese Titelkämpfe gibt“, meinte die Salzburgerin.
Der amtierende Europameister bei den Männern der H4-Klasse, der Steirer Thomas Frühwirth, wird seinen Titel in Maniago nicht verteidigen, weil zum gleichen Zeitpunkt die Para-Triathlon-EM in Tarragona stattfindet. Mit dabei ist aber der Bronzemedaillengewinner von 2023, der Tiroler Alexander Gritsch. “Ich fühle mich gut und bin fit. Ich habe im Zeitfahren wieder das Podium im Visier, am liebsten würde ich in der Mitte stehen nach dem Rennen“, grinste der Paralympics-Medaillengewinner von 2021 in Tokio.
Mit Franz-Josef Lässer findet sich auch ein amtierender Zeitfahr-Weltmeister im rot-weiß-roten Aufgebot. Auf den Steirer wartet harte Konkurrenz, dennoch zeigt er sich in bester Laune: “Das große Ziel ist Gold, aber natürlich liegt alles eng beisammen an der Weltspitze. Es muss alles passen im Zeitfahren, aber auch im Straßenrennen, um eine Medaille zu holen, aber ich würde nur ungerne Maniago mit leeren Händen verlassen.“













