Gritsch bei Paracycling-Weltcup zurück am Podium, auch Steinbichler und Moshkovich wieder Top drei

Text: Peter Maurer / Fotos: Drew Kaplan
Mit den Einzelzeitfahren eröffnete Österreichs Paracycling-Team den zweiten Weltcup, der in Maniago in Italien ausgetragen wird. Nur unweit der österreichischen Grenze in Friaul-Julisch Venetien findet dieser auf einer sehr abwechslungsreichen Strecke statt. Svetlana Moshkovich landete auf dem dritten Platz bei den Handbikerinnen, auch Alexander Gritsch platzierte sich nach längerer Wartezeit wieder am Podium und Tricyclist Wolfgang Steinbichler sammelte seinen dritten zweiten Platz in dieser Saison.
“Es scheint, als hätte ich heuer ein Abo auf diesen Platz“, nahm es Steinbichler mit Humor. Schon in Ostende beim ersten Weltcupstopp wurde er Zweiter im Zeitfahren als auch im Straßenrennen, nun fehlten ihm in Maniago gerade einmal zweieinhalb Sekunden auf den Sieg. “Ich habe mir das Rennen richtig gut eingeteilt, der kleine Rückstand ist halt wirklich bitter“, so der Oberösterreicher, der zur Zwischenzeit noch zehn Sekunden hinter dem Deutschen Maximilian Jäger lag und fast alles in der zweiten Rennhälfte noch aufholen konnte.
Spannender Sekundenkrimi bei den Frauen
Einen wahren Krimi gab es auch im Zeitfahren der Frauen der Handbike-Klasse H4, wo zuletzt Svetlana Moshkovich und Cornelia Wibmer einen Doppelsieg in Ostende einfahren konnten. Auch diesmal war das Duo wieder ganz vorne zu finden, belegte in einem spannenden Rennen die Plätze drei und vier. Moshkovich lag dabei drei Sekunden hinter der Siegerin und die Winzigkeit von 14 Hundertstel hinter der Zweitplatzierten. “Ich mag die Strecke in Maniago. Sie ist genial und kurzweilig und du hast immer was zu tun. Dass es am Ende so knapp ist, ist der Wahnsinn, zeigt aber auch, wie ausgeglichen es an der Spitze ist. Ich habe vielleicht in den Kurven zu wenig riskiert und wer den Mut hatte, der hat heute gewonnen“, resümierte die Zeitfahrweltmeisterin von 2024.
Ihre Teamkollegin Wibmer hatte acht Sekunden an Rückstand auf die Siegerin in dem knappen Rennen der H4-Frauen. “Es war echt ganz knapp. Natürlich ist der vierte Rang ein wenig undankbar, aber wir liegen eng beisammen und es ist alles drin“, schilderte die Salzburgerin.
2022 feierte Alexander Gritsch seinen ersten Weltcupsieg, seitdem stand der Tiroler aber nicht mehr am Podium in dieser Serie. Nun schaffte er in Maniago als Dritter wieder den Sprung unter die Top drei. Eine Minute hinter dem Franzosen Joseph Fritsch platzierte sich der Österreicher am Podium: “Ich bin super zufrieden, denn heute war das Glück auf meiner Seite. Ich bin mega happy.“
Knapp am Podium vorbei schrammte Ernst Bachmaier als Vierter in der Klasse H1. “Ich habe am Beginn ein wenig zu viel investiert und büßte am Ende dafür. Das Zeitfahren ist immer eine Gratwanderung“, analysierte der erfahrene Sportler. Christoph Stadlbauer wurde 19ter in der H3-Klasse im Zeitfahren.











