Tabea Huys wird Siebte im Einzelzeitfahren der Europameisterschaften in Slowenien

Text: Peter Maurer / Fotos: Arne Mill
Der siebte Rang von Tabea Huys im Einzelzeitfahren war das beste rot-weiß-rote Resultat bei den Straßen-Europameisterschaften in Laibach. Mit den achten Plätzen für Michael Hettegger im Straßenrennen der Junioren und der Mixed-Junior-Staffel kamen zwei weitere Top-Ten-Ergebnisse dazu. Im Kampf gegen die Uhr kratzten auch Juniorin Carolina Trattner (11.), Junior Niklas Wiesmayr (11.) und Elite-Fahrer Felix Großschartner (13.) knapp an einem Ergebnis unter den besten Zehn.
Rang sieben für Tabea Huys im Kampf gegen die Uhr in der Klasse U23
“Es war ein brutal harter Kurs, überhaupt nicht meiner. Der Anstieg hatte es richtig in sich“, schilderte Huys, die vor den Europameisterschaften mit einer Erkrankung zu kämpfen hatte, Schnupfen und Husten. “Die Form ist aber nicht abgegangen“, fügte sie an. 1:48 Minuten fehlten ihr am Ende auf die neue Europameisterin Nienke Vinke aus den Niederlanden, eine Minute auf die Podiumsplätze.
In der Männer-Elite landete Felix Großschartner auf Rang 13, nachdem er bei den ersten Zwischenzeiten noch unter den besten Fünf lag. “Ich war weit weg von den Werten, die ich heuer gefahren bin. Schon am Berg habe ich gemerkt, dass es nicht so läuft und ich abbaue. Dann war es eine Quälerei ins Ziel. Wir sind alle eng beisammen, aber es war nicht mehr möglich. Ich bin enttäuscht, denn ich wusste, dass der Kurs mir liegt. Mit einer guter Form hätte ich wohl um die Medaillen gekämpft“, erklärte der 32-Jährige.
Den Titel sicherte sich vor heimischer Kulisse Primoz Roglic aus Slowenien. Er gewann sechs Sekunden vor dem Franzosen Bruno Armirail, dessen Teamkollege Maxime Decomble Bronze holte mit einem Rückstand von 28 Sekunden. 1:01 Minuten war Abstand von Großschartner auf den neuen Europameister. Der zweite rot-weiß-rote Teilnehmer, Rainer Kepplinger, kam in der Abfahrt vom Mozjanca-Anstieg zu Sturz und wurde mit dem Verdacht auf eine Schulterverletzung ins Krankenhaus gebracht.
Gute Leistungen lieferten auch die Starter in den jüngsten Kategorien ab. Sowohl Trattner als auch Wiesmayr wurden Elfte. “Es ist jetzt nicht der beste Kurs für mich gewesen, aber ich bin zufrieden, wie ich den Berg gefahren bin. Oben am Plateau ist mir ein wenig die Kraft ausgegangen“, ging der Oberösterreicher auf seine Fahrt ein. “Ich habe den Anstieg gut pacen können, in der Abfahrt hatte ich ein paar Probleme, aber am Ende gab ich alles auf der langen Gerade zum Ziel“, freute sich Trattner. Im Gegensatz zu Wiesmayr stand die junge Steirerin nicht im Aufgebot für die Weltmeisterschaften, absolvierte nun in Slowenien ihre erste Großveranstaltung.
Ergebnisse:
Elite-Männer:
1. Primoz Roglic (SLO) 28:16 Minuten
2. Bruno Armirail (FRA) + 0:06
3. Maxime Decomble (FRA) + 0:28
13. Felix Großschartner (AUT) + 1:01
. Rainer Kepplinger (AUT) DNF
U23-Männer:
1. Hector Alvarez (ESP) 28:44 Minuten
2. Matisse van Kerckhove (BEL) + 0:03
3. Kasper Haugland (NOR) + 0:19
19. Valentin Poschacher (AUT) + 2:14
U23-Frauen:
1. Nienke Vinke (NED) 32:36 Minuten
2. Megan Arens (NED) + 0:36
3. Viktoria Chladonova (SVK) + 0:42
7. Tabea Huys (AUT) + 1:48
Junioren:
1. Benjamin Noval (ESP) 29:46 Minuten
2. Malthe Risbjerg (DEN) + 0:00
3. Vic De Smet (BEL) + 0:07
11. Niklas Wiesmayr (AUT) + 1:05
27. Ruben Friedl (AUT) + 2:19
Juniorinnen:
1. Alejandra Neira (ESP) 35:45 Minuten
2. Laura Five (BEL) + 0:03
3. Auguste Mikutyte (LTU) + 0:10
11. Carolina Trattner (AUT) + 1:16
U19-Mixed-Staffel landet bei Debüt auf Rang acht
Zum allerersten Mal nahm Österreich bei den Straßen-Europameisterschaften in der Junior Mixed Relay, der gemischten Staffel bestehend aus drei Juniorinnen und drei Junioren teil. Das rot-weiß-rote Sextett schlug sich gut und beendete die Premiere auf Rang acht.
"Ich glaube mit der Leistung können wir echt zufrieden sein und es hat sich beim Fahren gut angefühlt", meinte Renée Exenberger. Für die junge Tirolerin war es der zweite Einsatz nach dem Straßenrennen, erstmals in der Mixed-Staffel, wo zunächst die drei Junioren auf den Zeitfahrparcours rund um Sencur gingen. Die Strecke mit dem schweren Mozjanca-Anstieg kannte sie schon aus dem Straßenrennen und das Trio der Junioren sorgte zunächst für eine Zwischenbestzeit, die nur mehr von den italienischen und Schweizer Junioren unterboten wurde.
"Es hat richtig Spaß gemacht und wir haben uns richtig gut verstanden im Rennen. Die Wechsel waren gut und sind eine gute Zeit gefahren", freute sich Lorenz Ludwiczek, der gemeinsam mit Matteo Zambelli und Ruben Friedl den ersten Part der Staffel übernahm. Zambelli führte das Duo in den Mozjanca-Anstieg, dann wechselten sich Ludwiczek und Friedl ab mit der Führung bis zum Zielstrich.
"Wir hatten einen guten Plan und konnten uns daran halten. Gemeinsam mit Lorenz hatte ich mir die Watt-Leistung abgesprochen, die wir im Berg treten wollten und genau das konnten wir auch einhalten", erzählte Friedl, der zumindest Staffelrennen schon vom Mountainbike-Sport kannte.
"Auch dort hat mir so ein Teamrennen immer schon gut gefallen. Es ist einfach was anderes, wenn du gemeinsam für ein Ziel kämpfst", fügte der Steirer an. Als das Trio die Ziellinie überquerte, gingen die Juniorinnen über die Startrampe. Auch dort war die Renntaktik ähnlich, die Kärntnerin Lea Sophie Unterköfler führte Isabell Schebesta und Exenberger in den Anstieg, dann übernahmen die Niederösterreicherin und die Tiroler die Tempoarbeit zu zweit.
"Lea hat uns bis zum Berg geführt und danach haben Renée und ich uns voll die Kante gegeben. Es war echt cool", strahlte Schebesta im Ziel. Auch Exenberger war vom Debüt begeistert: "Es war eine richtig coole Erfahrung und wir haben uns gegenseitig gepusht. Wir sind ja so ein Rennen noch nie gefahren, von dem her war es auch spannend, wie es für uns ablaufen wird."
"Speziell im Nachwuchs bei Europameisterschaften ist diese Disziplin sicherlich eine mit Perspektive. Die Leistung der drei Junioren ist sehr hoch einzuschätzen, sie lagen zur Halbzeit sogar unter den drei besten Teams. Bei den Juniorinnen fehlt uns einfach noch die Dichte, um ganz vorne mithalten zu können. Sie haben gekämpft wie Löwinnen heute. Wichtig ist für uns den Pool an Athletinnen zu vergrößern, aber man wird uns definitiv wieder in dieser Disziplin sehen", resümierte Roland Pils, der Sportdirektor von Cycling Austria abschließend.
Ergebnisse:
1. Italien 1:07:22 Stunden
2. Polen + 0:23
3. Schweiz + 0:30
8. Österreich + 3:00
Rot-weiß-rotes Duo im vorderen Feld bei eindrucksvoller EM-Kulisse
Platz 20 gab es für Michael Gogl beim Sieg des Belgiers Remco Evenepoel im Straßenrennen der Männer-Elite bei den Europameisterschaften in Slowenien. Der Österreichische Meister als auch Marco Schrettl waren immer in den vordersten Gruppen bei dem harten Ausscheidungsrennen zu finden. Der Tiroler beendete das Rennen als 29ter.
"Es war ein extrem schnelles Rennen, auch schon in der Anfahrt war viel Zug im Feld", schilderte Gogl. Auf der Anfahrt zur Schlussrunde um Sencur bildete sich eine kleine Ausreißergruppe, die aber von den Belgiern nur wenig Vorsprung erhielt, ehe es in die fünf finalen Runden ging. "Der Anstieg ist ein Leistungstest, bei dem du fünfmal abliefern musst und dementsprechend war es ein Ausscheidungsrennen", beschrieb Gogl die Fahrweise hinauf zum Mozjanca-Anstieg. Gemeinsam mit dem Tiroler Schrettl konnte er sich am längsten an der Seite der Topfavoriten halten.
"Ich glaube Marco und ich waren am gleichen Level, er hatte dann eingangs der letzten Runde attackiert, kam aber am Berg wieder zurück. Mit Platz 20 auf dem schweren Kurs war meine Leistung okay", befand der Österreichische Meister. Sein Teamkollege, der im letzten Jahr bei den Weltmeisterschaften in der U23 die Bronzemedaille errang, fuhr seine erste EM in der Elite. "Ich bin relativ zufrieden. In der letzten Runde ist mir die Kraft ausgegangen", so Schrettl, der eingangs der Schlussrunde noch einmal mit dem Franzosen Pavel Sivakov und dem Dänen Mikkel Honore versuchte weiter nach vorne zu kommen. Bei der letzten Überfahrt am Mozjanca bekam er dann aber Probleme mit dem Magen.
Eine andere Fahrweise als zu versuchen im Ausscheidungsrennen zu bestehen, sah der Tiroler aber auch nicht: "Heute früh zu attackieren wäre dumm gewesen. Sobald jemand versuchte wegzufahren, haben die Belgier sofort nachgesetzt und die Ausreißer an der kurzen Leine gehalten. Und bei der vorletzten Überfahrt sind ja dann auch die Favoriten schon in die Offensive gegangen", meinte er. Am Ende setzte sich Evenepoel im Sprint gegen den Italiener Giulio Ciccone durch, um wenige Millimeter. Dritter wurde mit Christian Scaroni ein weiterer Italiener.
Ergebnis:
1. Remco Evenepoel (BEL) 4:16:37
2. Giulio Ciccone (ITA) + 0:00
3. Christian Scaroni (ITA) + 0:59
20. Michael Gogl (AUT) + 2:47
29. Marco Schrettl (AUT) + 4:47
42. Philipp Hofbauer (AUT) + 13:30
43. Alexander Hajek (AUT) + 13:30
52. Tobias Bayer (AUT) + 18:03
62. Emanuel Zangerle (AUT) + 18:08
Plätze 33 für Carolina Trattner und 39 für Renée Exenberger im Juniorinnen-Rennen
Azzurra Ballan sicherte sich den Titel im Straßenrennen der Juniorinnen bei den Europameisterschaften in Slowenien. Die junge Italienerin ist die Tochter des Weltmeisters von 2008, Alessandro, und gewann aus einer Fluchtgruppe heraus, die sie schon auf der ersten der drei schweren Runden um Sencur bildete. Aus dem heimischen Quartett konnten sich Carolina Trattner und Renée Exenberger auf den Rängen 33 und 39 in der vorderen Hälfte des Starterfelds klassieren.
"Es war von Anfang an sehr schnell und ich musste schon im ersten Anstieg ordentlich leiden. In der Abfahrt habe ich ein wenig den Anschluss dann verloren und allein gekämpft", schilderte Trattner, die zwar immer wieder den Anschluss an das Hauptfeld schaffte, allerdings am Mozjanca-Anstieg nicht das Tempo der Topfavoritinnen halten konnte. Mit rund fünf Minuten beendete sie ihr EM-Debüt auf Rang 33, knapp vor Exenberger, die nur wenige Sekunden und Plätze hinter ihr landete. Die Juniorinnen konnten aber auch schon die gute Fanstimmung genießen, trotz ihrer frühen Startzeit. "Es ist schon ein Unterschied zu den anderen internationalen Rennen, weil hier halt auch bei uns schon zahlreiche Fans gekommen sind. Man fühlt sich ein wenig, als wäre man bei der Tour", meinte Trattner dazu.
Ergebnis:
1. Azzurra Ballan (ITA) 1:52:38 Stunden
2. Morgane Lestrade (FRA) + 0:00
3. Klara Dworatzek (GER) + 0:00
33. Carolina Trattner (AUT) + 4:53
39. Renée Exenberger (AUT) + 5:15
. Charlotte Schenk (AUT) OTL
. Isabell Schebesta (AUT) OTL
Top Ten für Michael Hettegger in Slowenien
Fünf Sekunden fehlten am Ende der Gruppe um Michael Hettegger auf die Silber- und Bronzemedaille bei den Straßen-Europameisterschaften im Rennen der Junioren. Der Salzburger hatte sich gut präsentiert, war auch mit den anderen Topfavoriten in einer Spitzengruppe. Da sich aber diese zu sehr beäugten ging die Goldmedaille etwas überraschend an den Norweger Elias Dybing, der als Solist sich absetzen konnte. Dahinter landeten der Spanier Aitor Martinez und der Niederländer Jop van den Biggelaar auf den weiteren Plätzen am Podium. Ruben Friedl beendete das Rennen auf Platz 64 in einer Gruppe mit Lorenz Ludwiczek (70.).
“Im Endeffekt haben heute alle auf Benjamin Noval gewartet, bis er attackiert“, schilderte der 18-jährige Salzburger, der zwar zwischenzeitlich an der Seite des spanischen Weltmeisters in einer Fluchtgruppe war, diese wurde aber in der Anfahrt zur Schlussrunde wieder gestellt. Dort löste sich dann der Norweger Dybing mit einer kleinen Gruppe, in der auch der Teamkollege von Noval, Martinez zu finden war.
“Die Spanier haben es richtig stark gemacht, behielten den Überblick in einem hektischen Rennen. Es war bergauf Vollgas, aber im Flachen stand es immer wieder. Ich probierte es zwar die Gruppe wieder ins Laufen zu bringen, aber in der Ebene liegen nicht meine Stärken“, so Hettegger, der nach seiner starken Saison zu den Aspiranten auf eine Medaille gehörte, weswegen er auch immer wieder Fahrer an seinem Hinterrad hatten, die die Zusammenarbeit verweigerten.
So kam er in der ersten Verfolgergruppe zur Ziellinie. “Ich habe gar nicht mitbekommen, dass vor uns noch die Medaillen ausgesprintet wurden“, erinnerte sich an die finalen Meter, wo er im Sprint in seiner Gruppe um Rang vier spurtete. Hinter dem sprintstarken Italiener Brandon Fedrizzi und den beiden Belgiern Vic De Smet und Sander Willems schloss Hettegger das Rennen als Achter ab.
Ergebnisse:
1. Elias Dybing (NOR) 2:42:40
2. Aitor Martinez (ESP) + 0:10
3. Jop van den Biggelar (NED) + 0:10
8. Michael Hettegger (AUT) + 0:15
64. Ruben Friedl (AUT) + 3:38
70. Lorenz Ludwiczek (AUT) + 3:38
. Matteo Zambelli (AUT) OTL
. Paul Leitner (AUT) OTL
Katharina Sadnik beendet EM-Rennen auf Rang 25
Beim Sieg der niederländischen Weltmeisterin Demi Vollering, die bei den Europameisterschaften in Slowenien erfolgreich ihren Kontinentaltitel verteidigte, konnten Österreichs Elitefrauen zwar erwartungsgemäß nicht um die Medaillen mitreden, dennoch präsentierten sie sich durch Carina Schrempf lange in der Spitzengruppe und Katharina Sadnik landete schlussendlich auf Rang 25.
“Ich glaube wir haben uns nicht schlecht präsentiert und können mit dem Teamwork zufrieden sein“, erklärte Schrempf, die wie schon vor einem Jahr bei den Weltmeisterschaften in Ruanda sich in die Spitzengruppe des Tages mischen konnte. War sie in Afrika noch allein unterwegs, fand sie in der Belgierin Margot Vanpachtenbeke eine Begleiterin für mehr als 80 Kilometer.
Schon früh versuchten die Österreicherinnen eine Gruppe zu initiieren, zunächst mit Kathrin Schweinberger, dann mit Leila Gschwentner. Wirklich lösen konnte sich aber dann nur Vanpachtenbeke, an deren Hinterrad Schrempf mitzog. Das Duo einigte sich dann schnell und arbeitete gut zusammen, bekam aber vom Feld, welches von den Niederländerinnen kontrolliert wurde, nie mehr als zwei Minuten an Vorsprung zugesprochen.
“Sie wissen halt, wie man das Spiel spielt“, meinte Schrempf, die vor allem auch die gute Atmosphäre entlang der Anfahrt auf die Schlussrunde an der Rennspitze aufsog. “Es war echt der Wahnsinn. In jedem Dorf sind viele Leute gestanden und haben mit den Fahnen gewunken. Es ist echt ein besonderes Gefühl gewesen, auch weil wir die EM nur so unweit von Österreich fahren“, meinte die Steirerin, deren Flucht dann am ersten Mozjanca-Anstieg endete, als sie von der Gruppe der Favoritinnen gestellt wurde. “Es wäre schön gewesen, wenn wir weitergekommen wären. Auch weil ich dann sicher noch eine Runde mitgerollt wäre oder Kathy helfen hätte können“, sagte Schrempf.
Ihre Teamkollegin Sadnik konnte am Anstieg nicht ganz mit den besten Fahrerinnen mithalten, fuhr dann in einer Verfolgergruppe rund 30 Sekunden hinter den Favoritinnen in die Schlussrunde. “Der lange Berg liegt mir nicht so, aber heute ging es gut. Es lief tatsächlich besser, als ich das erwartet hatte und ich war in einer guten Gruppe mit einer guten Pace“, meinte die Kärntnerin, die dann um Rang 22 spurtete und das Rennen auf Platz 25 beendete.
Ergebnis:
1. Demi Vollering (NED) 3:10:33 Stunden
2. Puck Pieterse (NED) + 0:05
3. Marlen Reusser (SUI) + 0:05
25. Katharina Sadnik (AUT) + 3:16
39. Carina Schrempf (AUT) + 7:10
47. Leila Gschwentner (AUT) + 8:04
. Kathrin Schweinberger (AUT) DNF
Jonas Holzknecht eröffnet mit Rang 35 beim Sieg des Spaniers Hector Alvarez
In einem brutal schnell gefahrenem Rennen versuchte Österreichs U23-Quartett, bestehend aus Jonas Holzknecht, Valentin Poschacher, Heimo Fugger und Paul Viehböck zunächst sich in eine Fluchtgruppe zu mischen. Doch das Feld blieb bis zur Attacke der Favoriten geschlossen und so landete beim Sieg des Spaniers Hector Alvarez der Tiroler Jonas Holzknecht als bester Österreicher auf Rang 35.
"Es war ziemlich hektisch den ganzen Tag", bemerkte Holzknecht, der erstmals bei Europameisterschaften im rot-weiß-roten Aufgebot stand. "Von Beginn an war es sehr schnell. In der zweiten Runde habe ich leider die Spitzengruppe nur knapp verfehlt über die Kuppe des Anstieges, danach war es nur mehr ein Kreiseln bis zum Zielstrich", fügte er an.
Denn als bei der zweiten Überfahrt des Mozjanca-Anstieges das Feld auseinanderfiel, konnte er lange den Anschluss an die Spitzenfahrer halten. Erst kurz bevor es in die Abfahrt ging, verlor der Tiroler den Anschluss und blieb dann in einer der Verfolgergruppen hängen und fuhr mit dieser zum Zielstrich.
Fast ein Heimrennen waren die Europameisterschaften für Heimo Fugger. Der Kärntner überzeugte im Vorjahr bei den Weltmeisterschaften als Ausreißer, wollte erneut in diese Rolle schlüpfen, was das schnell fahrende Feld aber nicht zuließ. "Meine Vorbereitung war nicht so gut, aber unabhängig davon wusste ich, dass nur etwas über eine Fluchtgruppe ging. Wir sind die erste Rennstunde dann mit 53 km/h Schnitt gefahren, weil halt viele Leute die Idee hatten, über eine Gruppe vor das Rennen zu kommen und es war wenig zu machen", meinte er.
Für den Oberösterreicher Paul Viehböck gab es ein bitteres Ende schon in der Anfahrt. Er war in einen Massensturz verwickelt, bei dem sein Rad in zwei Teile brach. Beim Versuch wieder an das Feld ranzufahren, wurde er aber vorzeitig aus dem Rennen genommen.
Ergebnisse:
1. Hector Alvarez (ESP) 3:02:22 Stunden
2. Jan Jackowiak (POL) + 0:20
3. Niels Driesen (BEL) + 0:32
35. Jonas Holzknecht (AUT) + 5:32
61. Valentin Poschacher (AUT) + 8:52
. Heimo Fugger (AUT) DNF
. Paul Viehböck (AUT)



































































