Europameisterschaften in Anadia bringen Bahnteam eine Gold- und eine Silbermedaille
Text: Marc Zeiringer / Fotos: Yücel Cakiroglu
Am letzten Renntag der Juniors- und U23-Europameisterschaften auf der Bahn in Anadia standen für die österreichischen Athletinnen und Athleten keine Rennen mehr auf dem Programm. Damit sorgte Heimo Fugger mit einer Goldenen und Silbernen für eine Ausbeute von zwei Medaillen. Der Kärntner wurde am zweiten Renntag im Ausscheidungsrennen der Junioren Europameister und legte an Tag fünf noch mit einer Silbermedaille im Punkterennen nach. Raphael Kokas sorgte zudem für zwei weitere Top-fünf-Ergebnisse.
Für Fugger liefen die Europameisterschaften ausgezeichnet. In seinem ersten Einsatz schlüpfte er nach 2024 zum zweiten Mal in ein Europameistertrikot. Zum Abschluss kam mit der Silbermedaille im Punkterennen noch weiteres Edelmetall dazu. Des Weiteren errang er im Omnium einen starken fünften Rang und untermauerte mit seinen Leistungen in der gesamten Woche sein Können auf der Bahn eindrucksvoll.
„Ich bin mit hohen Erwartungen nach Anadia gekommen und habe es geschafft meine Ziele zu erfüllen. Es war eine richtig schöne Woche hier in Anadia mit einer großartigen Stimmung. Ich habe gestern mit dem Punkterennen einen guten Abschluss gemacht und kann damit sehr zufrieden nach Hause fahren“, erklärte der 17-jährige Klagenfurter.
Raphael Kokas konnte im Laufe der Wettkampfwoche in der U23-Klasse zwei fünfte Plätze einfahren. Im Scratch und im Ausscheidungsrennen fehlten dem Wiener nur Kleinigkeiten auf eine Medaille. Im Omnium und im Punkterennen konnte er mit den Plätzen acht und neun nicht ganz an diese starken Leistungen anschließen.
„Ich habe meine Erwartungen nicht ganz erfüllt. Ich kann von den beiden fünften Plätzen etwas Positives mitnehmen und ich bin im Omnium auch noch gute Rennen gefahren, mit denen ich zufrieden sein kann. Wenn man sich aber etwas anderes erhofft, ist es nicht zufriedenstellend“, fasste Kokas seine Rennwoche zusammen.
Viel Lehrhaftes für Gschwentner und Walcher
Leila Gschwentner reiste mit zwei Top zehn Plätzen vom Velodromo Nacional ab. Sie fuhr im Scratch der U23 auf den achten Platz und wurde in der Einerverfolgung über 4.000 Meter Zehnte. „Ich habe mir vor allem in der Einerverfolgung etwas anderes vorgestellt. Ich bin leider nicht zu 100% fit zu dieser EM angereist und habe an diesem Tag auch keine guten Beine gehabt. Man kann aber auch einige positive Aspekte aus dieser Woche mitnehmen“, meinte die Tirolerin.
Sophie Walcher beendete ihre Europameisterschaften mit zwei 13. Plätzen im Omnium und Scratch. Durch einen Sturz im Punkterennen des Omniums konnte sie im letzten Rennen nicht mehr die volle Leistung abschöpfen, kämpfte aber tapfer. Auch sie kann einiges Lehrreiches von dieser Veranstaltung mitnehmen.
„Das Scratchrennen war abgesehen von der letzten Runde ein großer Fortschritt. Ich kann mit der Art wie ich gefahren bin sehr zufrieden sein. In den anderen Rennen habe ich aber doch sehr viele Fehler gemacht und im Punkterennen waren nach dem Sturz die Schmerzen einfach zu groß. Im Großen und Ganzen kann ich von diesen Europameisterschaften aber schon sehr viel Lehrhaftes mitnehmen“, resümierte die Steirerin.
Alles in allem ist die Medaillenausbeute zwar geringer ausgefallen, als bei den Titelkämpfen der U19/U23 in Cottbus im letzten Jahr. Mit den beiden Medaillen von Heimo Fugger kann das Team um Headcoach Andreas Graf durchaus zufrieden die Heimreise antreten.