Harte Lernstunde für Maximilian Schmidbauer im Punkterennen
Text: Peter Maurer / Fotos: Arne Mill
Auf Rang 17 schloss der Wiener Maximilian Schmidbauer das Punkterennen der Bahn-Weltmeisterschaften in Santiago de Chile ab. Beim Sieg des Briten Josh Tarling, Profi bei Ineos - Grenadiers in der WorldTour, hatte der junge Österreicher kaum Chancen sich in Szene zu setzen. Mit zwei gesammelten Zählern beendete er das Rennen, welches mit einem Schnitt von 56,671 km/h pfeilschnell war.
"Wenn wir das jetzt richtig gesehen haben, war das das schnellste Punkterennen aller Zeiten bei Weltmeisterschaften. Dementsprechend hart war es", schilderte der 23-Jährige, der im Vorjahr sein Debüt bei den Olympischen Spielen gab und vor drei Jahren sogar U23-Europameister im Punkterennen war. Momentan arbeitet er noch am Anschluss an die absolute Weltspitze.
"Ich hatte kein Glück, als ich versuchte um Punkte oder eine Runde zu kämpfen, aber bei dem Niveau wäre es mit viel Glück nicht um die ersten Positionen für mich gegangen", resümierte er und ging auf die Punkte ein, wo er sich noch verbessern muss in der Zukunft: "Einerseits muss der Motor noch besser werden, weil wenn ein Josh Tarling da seine Watt runterdrückt, kann ich nicht mit. Und auch bei den Sprints muss ich noch an Schnelligkeit gewinnen."
Insgesamt neun der 24 Teilnehmern gelang es eine Runde herauszufahren, dem Silbermedaillengewinner Peter Moore aus den Vereinigten Staaten sogar zwei. Dennoch reichte die Bonusrunde nicht um Tarling das Regenbogentrikot streitig zu machen. Auf Platz drei landete der Franzose Clement Petit. Am Samstag ist mit Raphael Kokas der dritte Österreicher im Einsatz. Auf ihn wartet das Omnium, welches ein Mehrkampf ist, der aus vier Ausdauerdisziplinen besteht.