Andreas Kolb wird Weltcupzweiter in Les Gets – Valentina Höll fixiert Gesamtweltcupsieg als Dritte

Text: Peter Maurer / Fotos: Monica Gasbichler
Eine Woche vor den Weltmeisterschaften lieferten die besten heimischen Mountainbike-Athletinnen und -Athleten beim Weltcup in Les Gets absolute Topleistungen ab. So erzielte Andreas Kolb sein viertes Podium in dem Downhill-verrückten französischen Ort. Der Steirer wurde hinter dem Lokalmatador Max Alran Zweiter. Kurz davor fixierte Valentina Höll mit Rang drei ihren fünften Gewinn der Weltcupgesamtwertung. Im Cross-Country der U23-Frauen wurde Katrin Embacher Dritte am Sonntag.
“Irgendein Franzose ist halt leider immer vor mir hier“, schilderte Kolb nach seinem Rennen. Bis zum letzten Fahrer, dem Qualischnellsten Alran lag der Steirer auf der ersten Position. Vor dem ausgelassenen Publikum, welches hinter dem Franzosen den Zielraum erstürmte, behielt dieser die Nerven und war noch um 1,6 Sekunden schneller als Kolb.
“Ich hatte zwei große Fehler schon im ersten Streckenteil gehabt. Aber das Podium tut dennoch sehr gut, denn die letzten Wochen waren schrecklich für mich. Zweimal habe ich mich gar nicht qualifiziert, aber nun hat wieder alles gepasst. Jetzt kommt die WM und ich bin am Aufstieg“, so Kolb, der zum vierten Mal in Les Gets am Podium stand in seiner Karriere.
Mit ihrem fünften Gesamtweltcupsieg schloss Höll zu den beiden Französinnen Anne-Caroline Chausson und Sabrina Jonnier auf, die ebenfalls fünf Mal in ihren Karrieren die Weltcupsaison als Erste abschlossen. Lediglich die Britin Rachel Atherton hat mit sechs Siegen noch einen mehr als die 24-jährige Salzburgerin. “Ich bin bestimmt stolz darauf, wenn ich mal alt bin und zurückschaue. Es ist schon der Wahnsinn, dass ich mit 24 Jahren schon fünf Gesamtsiege habe“, erklärte Höll.
Für den Erfolg reichte ihr ein dritter Platz beim Premierensieg der Britin Harriet Harnden, die als überhaupt erste Athletin mit einem Riemenantrieb anstatt einer klassischen Fahrradkette einen Weltcup gewinnen konnte. Für Höll war es erst das zweite Rennen der Saison, welches sie nicht als Siegerin beendete. Die Qualifikation hatte die Salzburgerin bei schweren Bedingungen noch für sich entschieden. Wie herausfordernd die Strecke am Freitag noch war, zeigte, dass sich die Zeiten der Frauen noch um über eine halbe Minute verbesserten am Renntag.
Embacher holt Podium am Sonntag, Stigger wird Fünfte im Short Track am Freitag
Auch im Cross-Country holten sich einige aus dem rot-weiß-roten Team noch kräftig Selbstvertrauen vor den in Val Di Sole anstehenden Weltmeisterschaften. Die Tirolerin Kathrin Embacher eröffnete ihr Wochenende in der U23 mit einem zehnten Platz im Short Race am Freitag und legte im Olympischen Cross-Country am Sonntag nach und schaffte als Dritte sogar den Sprung aufs Podium.
Zehnter im Short Race wurde auch der Steirer Maks Alfred Barret Maunz bei den U23-Männern, sein Teamkollege Alexander Hammerle wurde 29ter. Das beste rot-weiß-rote Ergebnis am Sonntag konnte Anatol Friedl einfahren mit Rang 20 im Cross-Country, knapp dahinter landete Barret Maunz auf 24. Hammerle schloss den Schlusstag als 39ter ab. Das Trio ist in Val Di Sole dann auch im WM-Einsatz.
In der Elite wurde Stigger am Freitag starke Fünfte, am Sonntag fuhr sie in die Top Ten als Zehnte. Mona Mitterwallner beendete das Short Race als 18te. Der Cross-Country brachte für sie Rang 23 ein. Tamara Wiedmann gab ihr Weltcupcomeback mit Rang 36. Bei den Elitemännern war der Franzose Adrien Boichis der Mann des Wochenendes, verwies am Sonntag den Niederländer Mathieu van der Poel auf Rang zwei und sicherte sich schon am Freitag den Short Track. Dort wurde Max Foidl 34ter, am Sonntag schaffte er sogar Platz 16. Mario Bair wurde 38ter und landete damit auch in den Top 40.












