Hohe Erwartungen und große Hoffnungen im heimischen Mountainbiketeam vor Weltmeisterschaften in Italien

Text: Peter Maurer / Fotos: Monica Gasbichler, Jan Brychta
Vor einem Jahr gab es für das rot-weiß-rote Mountainbiketeam bei den Weltmeisterschaften drei Goldmedaillen und eine Bronzemedaille. Dementsprechend groß und auch bestätigt von vielen Topergebnissen im Weltcup ist auch die Erwartungshaltung für die am Mittwoch in Val Di Sole beginnenden Titelkämpfe in diesem Jahr. Acht Athletinnen und 14 Athleten umfasst das Aufgebot, welches in den Disziplinen Cross-Country und Downhill in Italien für Topergebnisse sorgen will.
Vor einem Jahr gab es für das rot-weiß-rote Mountainbiketeam bei den Weltmeisterschaften drei Goldmedaillen und eine Bronzemedaille. Dementsprechend groß und auch bestätigt von vielen Topergebnissen im Weltcup ist auch die Erwartungshaltung für die am Mittwoch in Val Di Sole beginnenden Titelkämpfe in diesem Jahr. Acht Athletinnen und 14 Athleten umfasst das Aufgebot, welches in den Disziplinen Cross-Country und Downhill in Italien für Topergebnisse sorgen will.
Mit Valentina Höll (Downhill) und Anna Spielmann (eMTB) finden sich zwei der drei Weltmeisterinnen von 2025 im Aufgebot für die diesjährigen Weltmeisterschaften. Leider nicht dabei ist die Tirolerin Rosa Zierl, die in Champery bei den Juniorinnen im Downhill erfolgreich war, sich aber im Laufe der Saison verletzte und für das Saisonhighlight ausfällt wie ihre Teamkollegin Lina Frener, die bei einer Trainingsfahrt zu Sturz kam und ebenfalls auf die WM verzichten muss. Frener gewann heuer schon zwei Weltcups, stand insgesamt fünfmal am Podium in den bisherigen Rennen und auch Zierl gewann vor ihrer Verletzung ein Rennen und wurde einmal Zweite.
So ruhen im Downhill die Medaillenhoffnungen auf Höll und Andreas Kolb, der 2023 in Fort William Vizeweltmeister wurde. Höll hingegen hatte die letzten vier Jahre ein Abo auf das Regenbogentrikot und jagt in Val Di Sole ihren fünften Titel in Folge. “Ich liebe die Weltmeisterschaften, weil es auch so ein spezieller Tag ist, wo du einfach alles in einen Lauf legen musst. Das ist auch der größte Unterschied zu Weltcuprennen, weil du dort immer ein wenig vorsichtiger fahren musst, weil einfach auch die Konstanz der Ergebnisse für die Gesamtwertung zählt. Bei den Weltmeisterschaften gehst du All-In“, schilderte die 24-Jährige, die in den letzten Jahren ihren Sport dominierte.
Dennoch ist sie im Hinblick auf das Downhill-Finale, welches am Samstag am Programm steht, vorsichtig im Hinblick auf die Rollenverteilung. “Viele von uns haben den Speed um zu gewinnen, deswegen gibt es keine klare Favoritin. Auf dieser technischen Strecke darfst du erfahrene Athletinnen nicht unterschätzen. Es wird ein enges Rennen und ich freue mich sehr darauf“, so Höll, die auf der Black Snake Strecke zum fünften Mal in Folge Weltmeisterin werden könnte. Das Downhill-Team wird komplettiert in der Elite von der zweifachen EM-Medaillengewinnerin bei den Juniorinnen Emma Bindhammer aus Tirol sowie Christof Stulik und Oliver Vogl. Bei den Junioren geben die beiden Steirer Benjamin Kowald und Nepomuk Orthacker ihr WM-Debüt.
Die Downhill-Bewerbe sind im Programm der Weltmeisterschaften eingebunden in die Cross-Country-Wettkämpfe, die am Mittwoch mit dem E-Mountainbike-Rennen und der Staffel eröffnet werden. Am Donnerstag folgen dann die Short Races auf einem verkürzten Parcours. Am Sonntag finden dann die Bewerbe im Olympischen Cross-Country statt. Sowohl im Short Race als auch im Olympischen Cross-Country stand in dieser Saison Laura Stigger schon am Podium. Die Tirolerin hat auch gute Erfahrungen mit dem Veranstaltungsort Val Di Sole gemacht, gewann sie dort 2017 ihren ersten Titel bei den Juniorinnen und 2021 Silber in der U23, damals hinter ihrer Teamkollegin Mona Mitterwallner, die 2026 erneut im heimischen Aufgebot steht.
“Val Di Sole ist ein sehr spezieller Ort für mich. Ich konnte dort schon viel erleben, habe auch schon viel erreicht, weshalb ich immer gerne dort fahre. Die Atmosphäre ist richtig gut und ich werde wieder alles geben“, blickte sie voraus. Hoffnungen auf Medaillen machen sich auch Junior Michael Hettegger sowie in der U23 Anatol Friedl. Die beiden gehören zu den großen Nachwuchshoffnungen im heimischen Radsport, haben nicht nur am Mountainbike, sondern auch schon auf der Straße starke Ergebnisse eingefahren.
Bei den Frauen stand mit Katrin Embacher eine U23-Fahrerin am Podium im Weltcup. Sie zählt auch zu den Mitfavoritinnen in den Rennen ihrer Alterskategorie. Die Vorarlbergerin Johanna Piringer ist mit 16 Jahren die jüngste Teilnehmerin im heimischen Aufgebot, der Tiroler Michael Ortner komplettiert das Feld bei den Junioren, der Steirer Maks Alfred Barret Maunz und der Tiroler Alexander Hammerle jenes der U23. Bei den Elitemännern sind Maximilian Foidl und Mario Bair im Einsatz.
Aufgebote für die Mountainbike-WM in Val Di Sole:
Mountainbike Cross-Country:
Michael Hettegger / Junior / Salzburg / 17 Jahre
Michael Ortner / Junior / Tirol / 18 Jahre
Johanna Piringer / Juniorin / Vorarlberg / 16 Jahre
Maks Alfred Barret Maunz / U23 / Steiermark / 19 Jahre
Anatol Friedl / U23 / Steiermark / 19 Jahre
Alexander Hammerle / U23 / Tirol / 21 Jahre
Katrin Embacher / U23 / Tirol / 20 Jahre
Antonia Grangl / U23 / Steiermark / 18 Jahre
Mario Bair / Elite / Tirol / 25 Jahre
Maximilian Foidl / Elite / Tirol / 30 Jahre
Mona Mitterwallner / Elite / Tirol / 24 Jahre
Laura Stigger / Elite / Tirol / 25 Jahre
E-Mountainbike Cross-Country:
Anna Spielmann / eMTB / Tirol / 28 Jahre
Downhill:
Valentina Höll / Elite / Salzburg / 24 Jahre
Emma Bindhammer / Elite / Tirol / 19 Jahre
Andreas Kolb / Elite / Steiermark / 30 Jahre
Christof Stulik Elite / Niederösterreich / 23 Jahre
Oliver Vogl / Elite / / Salzburg / 19 Jahre
Benjamin Kowald / Junior / Steiermark / 18 Jahre
Nepomuk Orthacker / Junior / Steiermark / 18 Jahre







