Österreichs Mountainbikerinnen bejubeln drei Kristallkugeln
Text: Peter Maurer / Fotos: Monica Gasbichler
Mit Valentina Höll, Rosa Zierl und Katharina Sadnik nahmen am letzten Weltcupwochenende gleich drei rot-weiß-rote Mountainbikerinnen ihre Auszeichnungen für die Gesamtsiege entgegen. Höll und Zierl sicherten sich die Gesamtwertungen im Downhill in der Elite und bei den Juniorinnen, Sadnik holte sich den Disziplinen-Weltcup im Short Track.
Damit sorgte die 21-Jährige aus Kärnten für eine rot-weiß-rote Premiere, denn noch nie hatte eine Athletin oder ein Athlet aus Österreich sich den Weltcup im Short Track sichern können. Im Cross-Country gewann 2009 Elisabeth Osl die Gesamtwertung der Elitefrauen, 2021 war es Mona Mitterwallner, die in der U23 erfolgreich war. Mit einem dritten Platz im letzten Rennen sprintete Sadnik zum Weltcuperfolg, wies ihre engste Verfolgerin, die Italienerin Valentina Corvi in die Schranken und sicherte sich die Kristallkugel.
“Es ist wirklich unbeschreiblich“, freute sich die Kärntnerin. In den Elitekategorien am Freitag konnte sich lediglich Maximilian Foidl mit Rang 23 für die ersten drei Startreihen für den Sonntag qualifizieren. Bei den Frauen bedeutete ein Sturz für Laura Stigger das vorzeitige Saisonende, Tamara Wiedmann wurde 28te, Mona Mitterwallner landete auf Platz 35. U23-Fahrer Julius Scherrer beendete sein Rennen auf Platz 17. Im Disziplinen-Weltcup wurde Stigger Zehnte.
Am Sonntag erzielte Foidl dann das beste Weltcupergebnis seiner Karriere mit Rang zehn. Bei den Frauen wurde Mitterwallner 32te, Wiedmann folgte dahinter auf Platz 34. In der Gesamtabrechnung wurde Stigger, die am Sonntag nicht mehr startete Elfte, Mitterwallner und Wiedmann schlossen die Saison auf den Plätzen 17 und 18 ab. Foidl landete in der Endabrechnung auf Rang 36, Sadnik wurde starke Achte in der U23.
Gleich zwei Kristallkugeln gab es für Österreich im Downhill, wo Valentina Höll vor dem Schlusswochenende in der Elite schon zum vierten Mal als Gesamtsiegerin feststand. Die Salzburgerin hatte im letzten Rennen des Jahres Pech und landete mit einem Defekt auf Rang 14. Am Podium beendete hingegen die junge Tirolerin Rosa Zierl die Saison. Ihr dritter Rang zum Abschluss bedeutete für sie den ersten Gesamtsieg im Weltcup. Lina Frener verpasste als Vierte den Sprung unter die Top drei nur knapp und schloss die Saison als Fünfte ab.
Ein Podium brachte das letzte Rennen auch für Andreas Kolb, der beim Weltcupfinale Dritter wurde. Die Saison schloss der Steirer als Siebter ab.