Weltcupsieg für Zierl im Mekka des Downhillsports, Höll und Kolb werden Dritte in Les Gets
Text: Peter Maurer / Fotos: Monica Gasbichler
Der Tag des Downhillfinale ist das Spektakel des Jahres im französischen Les Gets. Denn abertausende von Zusehern pilgern Jahr für Jahr in das Bergdorf an der Schweiz-französischen Grenze und sorgen für eine absolute Gänsehaut-Kulisse. Und diese scheint Österreichs Aushängeschilder mehr als angespornt zu haben, so landeten Valentina Höll und Andreas Kolb als Dritte am Podium der Elite, bei den Juniorinnen gab es durch Rosa Zierl sogar einen rot-weiß-roten Sieg.
“Der Lauf war okay, nicht wirklich geil und unten ging mir der Speed aus, weil einfach schon so viel Dreck in meiner Kette war“, schilderte der Steirer Kolb, der im letzten Weltcup vor den Weltmeisterschaften in der Schweiz sein erstes Saisonpodium einfahren konnte. “Hier oben zu stehen, ist immer etwas sehr spezielles“, fügte er an, denn kurz nachdem der letzte Fahrer die Ziellinie überquert, stürmen die Fans das Zielareal und bejubeln ihre Helden. Dort störte nicht einmal, dass er Ire Ronan Dunne die französische Siegesserie bei den Männern, die seit 2003 auf ihrem Hausberg ungeschlagen waren, beendete.
Bei den Frauen musste sich die Qualischnellste Höll im Finale der Kanadierin Gracey Hemstreet und der Französin Marine Cabirou geschlagen geben. Dennoch verteidigte die Salzburgerin ihre Weltcupführung, reist aber noch ohne Weltcupsieg in der Tasche als amtierende Weltmeisterin zu den Titelkämpfen in die Schweiz.
Ihren dritten Weltcuperfolg in dieser Saison fuhr die Tirolerin Rosa Zierl ein bei den Juniorinnen. Sie siegte mit einem Vorsprung von neuneinhalb Sekunden vor der US-Amerikanerin Aletha Ostgaard. Ihre Landsfrau Lina Frener aus Vorarlberg wurde Vierte und unterstrich vor dem Saisonhighlight in der Schweiz ihre aufsteigende Form. Paul Schmidinger, Oliver Vogl und Nepomuk Orthner scheiterten in der Qualifikation bei den Junioren.