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Franz-Josef Lässer landet im Zeitfahren auf Rang fünf, WM-Debütant Daniel Ganahl wird Elfter

06. September 2026
ranz-Josef Lässer wird Fünfter im Zeitfahren der WM in Alabama (Foto: Peter Maurer)
Veröffentlicht in Paracycling

Text und Fotos: Peter Maurer

Die Weltmeisterschaften im Paracycling auf der Straße finden in Huntsville in Alabama statt. Von 4. - 7. September kämpfen die besten Athletinnen und Athleten um die begehrten Regenbogentrikots. Schon am ersten Tag gab es für das rot-weiß-rote Team zwei Medaillen mit Gold für Thomas Frühwirth und Bronze für Cornelia Wibmer.


Tag 2: Einzelzeitfahren der C-Klassen

Franz-Josef Lässer wird Fünfter, WM-Debütant Daniel Ganahl Elfter

Als Titelverteidiger ging der Steirer Franz-Josef Lässer am Samstag in Huntsville in den Vereinigten Staaten in das Einzelzeitfahren der Weltmeisterschaften im Paracycling der Klasse C5. Als Letzter startete er in das Rennen, beendete die erste Runde als Fünfter und schloss auch nach 29,2 Kilometer mit diesem Rang ab.

"Es war eine solide Leistung, eigentlich genau das, was ich noch im Tank hatte", meinte Lässer, der vor wenigen Monaten im Zeitfahren Europameister wurde und zuletzt einen neuen Stundenweltrekord setzen konnte. Vor zwei Wochen zog er sich einige Blessuren bei einem Bahnsturz zu, weshalb er auch in den Vereinigten Staaten erst wieder in der Zeitfahrposition richtig trainieren konnte.

"Du kannst auch nicht auf jeder Party tanzen", meinte Lässer dazu, dem kurz nach dem Start auch die Wattkurbel ausfiel und er ohne Leistungsdaten fahren musste. "Ich lasse mich da auch nicht aus der Ruhe bringen, habe gedacht Remco Evenepoel ist ja auch ohne diese Infos Weltmeister in Zürich geworden", berichtete der Steirer, der aber dann die weltmeisterliche Pace nicht fand im Gegensatz zum Amerikaner Elouan Gardon, der mit 20 Jahren und einem Schnitt von 51,53 km/h ins Regenbogentrikot fuhr.

"Am Ende hat auf das Podium nicht so viel gefehlt", meinte Lässer, der 2:21 Minuten langsamer war als der Sieger, aber nur 16 Sekunden als der Drittplatzierte Lauro Cesar Mouro Chaman aus Brasilien. Lässers Landsmann Daniel Ganahl, der zum ersten Mal bei Weltmeisterschaften am Start stand, landete auf dem elften Rang.

"Mit der ersten Runde bin ich echt zufrieden, in der zweiten bin ich dann so eingegangen", berichtete der Vorarlberger, der sichtlich seine Mühe hatte mit den heißen Temperaturen und vor allem der hohen Luftfeuchtigkeit in Alabama. Als Achter hatte er die erste Runde beendet, fiel aber noch knapp aus den Top Ten am Ende.

"Die Hitze hat zwar so geknallt, aber grundsätzlich bin ich zufrieden für die erste WM. Ich bin ziemlich in der Mitte des Feldes gelandet und darauf kann man aufbauen", schilderte der Montafoner, der am Montag noch mit Lässer im Straßenrennen im Einsatz ist.

Ergebnis Einzelzeitfahren Männer C5:
1. Elouan Gardon (USA) 33:59.81 Minuten
2. Daniel Abraham (NED) + 1:24
3. Lauro Cesar Mouro Chaman (BRA) + 2:05
5. Franz-Josef Lässer (AUT) + 2:21
11. Daniel Ganahl (AUT) + 3:25


Tag 1: Einzelzeitfahren der H-Klassen

Thomas Frühwirth gewinnt Gold, Cornelia Wibmer Bronze

Am Freitag wurden die Wettbewerbe um die begehrten Regenbogentrikots eröffnet bei den Weltmeisterschaften im Paracycling und im Zeitfahren der H4-Männer konnte der Steirer Thomas Frühwirth seinen Titel verteidigen. Zum dritten Mal im Folge darf er sich Weltmeister im Kampf gegen die Uhr nennen. Sein Teamkollege Alexander Gritsch wurde starker Sechster. Bei den Frauen der H4-Klasse landete die Salzburgerin Cornelia Wibmer auf dem dritten Rang und sicherte sich damit Bronze.

“Ich konnte abliefern“, strahlte Frühwirth nach dem Sieg. Wieder einmal konnte der 45-Jährige die deutlich jüngere Konkurrenz in die Schranken weisen. Bei warmen Temperaturen und einer hohen Luftfeuchtigkeit drehte der Steirer vor allem in der zweiten Runde richtig auf und brauste mit einem Schnitt von fast 45 km/h souverän zu seiner dritten Goldmedaille in Folge im Zeitfahren.

“Schon in den letzten Wochen haben ich meine besten Trainingsleistungen aller Zeiten abgeliefert. Die Konkurrenz wird immer stärker und da muss ich dagegenhalten. Ich wusste, es wird für eine Medaille reichen, dass es wieder Gold wird, ist ein Traum“, schilderte der Steirer. Sein Tiroler Teamkollege Alexander Gritsch wurde Sechster, ihm fehlte ein bisschen mehr als eine halbe Minute auf das Podium.

“Mit meiner Leistung bin ich sehr zufrieden. Natürlich hatte ich irgendwie gehofft, dass vielleicht sogar der Sprung aufs Podium noch einmal klappt, aber dafür waren die anderen einfach besser. Besonders in der zweiten Runde habe ich gelitten, wie die meisten Athleten. Was Tom da heute wieder abgezogen hat, war einfach sensationell“, erzählte der Tarrenzer.

Für die zweite rot-weiß-rote Medaille sorgte Wibmer bei den Handbikerinnen der Klasse vier. Obwohl sie das ganze Rennen mit Schaltungsproblemen zu kämpfen hatte, landete sie noch am Podium. 1:06 Minuten betrug ihr Rückstand auf die souveräne Siegerin Emelia Perry aus den Vereinigten Staaten. “Sie hätte ich auch ohne die Probleme nicht erwischt, aber vielleicht wäre Silber drinnen gewesen für mich“, so die Salzburgerin, die hinter der Schweizer Sandra Fuhrer den dritten Rang belegte.

Ergebnisse Einzelzeitfahren Handbike:
Klasse H4 Männer:
1. Thomas Frühwirth (AUT) 39:11.50 Minuten
2. Callum Russell (GBR) + 0:40
3. Joseph Fritsch (FRA) + 0:54
6. Alexander Gritsch (AUT) + 1:37

Klasse H4 Frauen:
1. Emelia Perry (USA) 23:05.35 Minuten
2. Sandra Fuhrer (SUI) + 0:55
3. Cornelia Wibmer (AUT) + 1:06


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