Starker Auftakt in den Para-Weltcup in Belgien mit Gold, Silber und Bronze
Text: Peter Maurer / Fotos: Drew Kaplan
Das Zeitfahren hat sich zu den absoluten Lieblingsdisziplinen von Österreichs Paracycling-Team entwickelt. Beim zweiten Weltcup der Saison im belgischen Gistel gewann die Salzburgerin Cornelia Wibmer den Bewerb der H4-Frauen, Weltmeister Thomas Frühwirth wurde bei den Männern der H4 Zweiter und Weltmeister Franz-Josef Lässer wurde Dritter bei den C5-Männern.
“Bei den extremen Seitenwind in Belgien dachte ich nie, dass es sich für den Sieg ausgeht. Ich habe gekurbelt was ging, mit hoher Frequenz und diesmal war das Glück echt auf meiner Seite“, erzählte Wibmer, die sich um 17 Hundertstel gegenüber der Schweizerin Sandra Fuhrer durchsetzte. 18 Sekunden dahinter landete die US-Amerikanerin Emilia Perry auf dem dritten Platz nach 20,4 Kilometern, die auf durchgehend flachen Straßen in der Provinz Westflandern nahe der Nordseeküste ausgetragen wurden.
Bei den Männern lagen neun Sekunden zwischen Frühwirth und seinem Dauerkontrahenten Joseph Fritsch aus Frankreich. “Es lief super gut und ich war auch im Training recht gut drauf in den letzten Wochen. Ich konnte meine Leistung gut abrufen und das Niveau insgesamt war extrem stark in Belgien. Fünf Leute waren innerhalb einer Minute“, bemerkte der Steirer, der sich vor allem am Schweizer Fabian Recher orientierte. Doch der Franzose Fritsch war mit einem Schnitt von 43 km/h der stärkste Fahrer des Tages.
Alexander Gritsch und Ernst Bachmaier schrammen knapp als Vierte am Podium vorbei
“Er hat einen richtig guten Tag erwischt und im letzten Viertel hat er mir die Zeit abgenommen. Es steigert sich Jahr für Jahr und ist immer wieder eine Herausforderung. Auf der Strecke musstest du richtig hinhalten“, bemerkte der 44-Jährige, der letzten August in Belgien seinen WM-Titel im Zeitfahren verteidigen konnte.
Sein Teamkollege Alexander Gritsch landete mit einem Rückstand von 52 Sekunden auf Rang vier. “Ich bin knapp am Podium gestreift. Mit der Leistung bin ich sehr zufrieden, es war ein sehr gutes Rennen, wo ich mich nicht verstecken brauche. Das Ergebnis motiviert mich für das Straßenrennen am Samstag“, schilderte der Tiroler.
Zufrieden war auch Lässer mit seinem dritten Rang hinter dem US-Amerikaner Elouan Gardon und dem Franzosen Dorian Foulon, die mit fast 50 km/h über den Kurs bretterten. “Es zeigt sich, dass die Konkurrenz nicht schläft. Ich bin meine besten Werte gefahren und es ist echt wild, wie die anderen beiden gerade drauf sind“, meinte der junge Steirer.
Ernst Bachmaier wurde Vierter bei den H1-Männern, die beiden Neulinge im Team, Handbikefahrer Benjamin Hundsbichler landete in der H3 auf Rang 28, C2-Fahrer Christian Troger wurde 16ter. Am Samstag und Sonntag warten noch die Straßenrennen in Gistel.