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Christina Schweinberger und Felix Großschartner gewinnen die Zeitfahrtitel im Weißenbachtal

27. Juni 2026
Christina Schweinberger und Felix Großschartner im Meistertrikot (Foto: Reinhard Eisenbauer)
Veröffentlicht in Straße

Sowohl die Tirolerin Christina Schweinberger (Fenix – PremierTech) als auch der Oberösterreicher Felix Großschartner (UAE Emirates XRG) können ihre Österreichischen Staatsmeistertitel im Einzelzeitfahren erfolgreich verteidigen. Schweinberger setzte sich um elf Sekunden vor Anna Kiesenhofer (Cookina Graz) durch und eroberte ihr drittes Meistertrikot. Platz drei ging an die U23-Siegerin Tabea Huys (Tirol Women Cycling). Für Großschartner ist es der vierte Titel seiner Karriere im Zeitfahren. Er siegte 28 Sekunden vor Rainer Kepplinger (Bahrain Victorious) und 58 Sekunden vor Adrian Stieger (Schwingshandl Intralogistics).

“Es war ein richtig cooler Parcours, der seine Herausforderungen hatte, vor allem in der Renneinteilung. Vor allem die Hitze und der Gegenwind sorgten für zusätzliche Schwierigkeiten. Ich freue mich, dass ich jetzt das Trikot ein weiteres Jahr trage und dann sogar bei der Tour de France im Zeitfahren zeigen darf“, erzählte Schweinberger.

Im Duell mit Kiesenhofer, die fünf der letzten acht Austragungen gewinnen konnte, stellte Schweinberger auf 3:5. Die beiden Spitzenzeitfahrerinnen lieferten sich auch auf der Weißenbachtalstraße zwischen Traun- und Attersee in Oberösterreich einen knappen Kampf, den die Tirolerin um elf Sekunden gegen die Olympiasiegerin aus Niederösterreich für sich entscheiden konnte.

“Die Erwartungen sind natürlich bei nationalen Meisterschaften etwas anders als bei internationalen. Ich fokussiere mich immer auf mein Rennen und war heute zufrieden, weil ich mich komplett abschießen konnte und vom Start bis ins Ziel alles gepasst hat. Ich hätte keine Sekunde schneller sein können. Man wartet dann auf das Ergebnis und wenn du nicht gewinnst, dann ist halt die Enttäuschung trotzdem da“, bilanzierte Kiesenhofer.

In den letzten Jahren schob sich Huys immer wieder nahe ran an die beiden Topzeitfahrerinnen und ein Missgeschick verhinderte wohl eine Sensation nun. Denn in einer Aufwärtspassage fiel der U23-Fahrerin die Kette vom Rad. Nachdem die Versuche, die Kette im Rollen wieder aufzulegen, musste sie kurz anhalten: “Das hat sicher rund 25 Sekunden gekostet, was bitter ist, angesichts wie knapp es in der Elite war. Aber die Beine waren sehr gut und ich bin sehr zufrieden.“

Hinter Huys landete Carina Schrempf (Fenix – PremierTech) auf Rang vier, die Tirolerin Leila Gschwentner (Smurfit Westrock) komplettierte die Top fünf. In der U23-Wertung siegte Huys vor Sophie Walcher (RC Gruppetto Graz) und Ramona Griesser (Tirol Womens Cycling). In der Road Cycling League Austria bei den Frauen baute Huys ihren Vorsprung auf Gschwentner weiter aus, drei Rennen warten noch in diesem Jahr. Die Tirolerin führt auch in der U23-Wertung. Die Tageswertung der Juniorinnen holte sich Carolina Trattner (RC Gruppetto Graz).

Großschartner gewinnt zum dritten Mal in Folge das Einzelzeitfahren der Staatsmeisterschaften

“Es war mein Ziel zu gewinnen und dementsprechend ist die Freude hoch. Die letzten fünf Kilometer war Wind und dann wurde es richtig zäh,“ meinte Großschartner, der als großer Gejagter und Topfavorit in das Rennen ging. Nach rund 12 Kilometern, bei der Wende, lag er nur zehn Sekunden vor Kepplinger, konnte den Vorsprung auf ihn aber auf der zweiten Hälfte weiter ausbauen und siegte in 27:06 Minuten auf dem 23,8 Kilometer langen Parcours.

“Ich wusste, dass es gegen Felix schwer wird, er gehört zu den besten Zeitfahrern der Welt. Es ist meine zweite Silbermedaille, jetzt heißt es die Nummer eins in Zukunft anzupeilen. Der Kurs war wellig und daher war die Einteilung schwierig“, berichtete Kepplinger. Das oberösterreichische Podium komplettierte mit Stieger der beste Kontinentalfahrer, der sich ein enges Match mit Riccardo Zoidl (Hrinkow Advarics) lieferte. Der Routinier rutschte auf der zweiten Hälfte aber noch auf Rang sechs zurück.

“Eine Minute bin ich noch von Felix entfernt, daran muss ich in den nächsten Jahren noch arbeiten. Die Temperaturen waren hart, aber ich habe mich gut hier vorbereitet, viel in den letzten Wochen an der Hitzeverträglichkeit gearbeitet und das hat mir geholfen, dass ich am Schluss noch Gas geben konnte“, schilderte Stieger. Vierter wurde mit Valentin Poschacher (Hrinkow Advarics) der Sieger der U23-Wertung. Den fünften Rang sicherte sich Philipp Hofbauer (Team Vorarlberg), der damit die Führung in der Road Cycling League Austria übernahm vor seinem Teamkollegen Tobias Nolde und Zoidl. Die Wertung der Junioren gewann Niklas Wiesmayr.

Auch für die heimische Paracycling-Szene ging es im Weißenbachtal um die nationalen Titelkämpfe. Mit Hans-Ewald Grill, pilotiert von Dominik Hager stand auch ein Tandemduo am Start, welches die Strecke in 43 Minuten absolvierte. Im Zeitfahren der C-Klassen setzte Daniel Ganahl in 31:05 Minuten die Tagesbestzeit. Der Welt- und Europameister Franz-Josef Lässer startete in der Elite, landete dort in 29:42 Minuten auf Rang 13. In der Handbike-Klasse, wo die Zeiten aller Teilnehmer faktoriert wurden, sicherte sich Thomas Frühwirth den Staatsmeistertitel vor Alexander Gritsch und Cornelia Wibmer.

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