Kilian Feurstein belohnt sich als Etappensieger mit dem besten Geburtstagsgeschenk

Text und Fotos: Peter Maurer
Für den ersten rot-weiß-roten Sieg bei der 16. Austragung der Oberösterreich-Rundfahrt sorgte Kilian Feurstein mit seinem Erfolg auf dem dritten und vorletzten Abschnitt von Asten nach Bad Schallerbach. Im Sprint eines, durch die auf den beiden Schlussrunden befahrenen Anstiege, verkleinerten Feldes sicherte sich der Fahrer vom Team Vorarlberg den Sieg vor einem zweiten Österreicher. Denn nur einen Tag nach seinem Sturz im Finale in Reichersberg meldete sich Valentin Hofer (Bahrain - Victorious Development) zurück und sprintete auf Rang zwei. Das Trikot des Gesamtführenden verteidigte der Brasilianer Henrique Bravo (Soudal - Quick Step Development). Bester Österreicher ist weiterhin Martin Messner (WSA KTM Graz) auf Rang elf vor Riccardo Zoidl (Hrinkow Advarics). Beide haben vor der Schlussetappe 22 Sekunden Rückstand auf Bravo.
"Ich habe echt nicht gerechnet damit", schnaufte Sieger Feurstein im Ziel. Rund 25 Mann fuhren nach 156,1 Kilometer gemeinsam auf die Zielgeraden in Bad Schallerbach und dort setzte sich der Vorarlberger an seinem 23. Geburtstag durch. Zum ersten Mal konnte der frühere Mountainbikespezialist nun ein UCI-Straßenrennen für sich entscheiden. "Die Beine waren echt gut und über die beiden Anstiege am Ende bin ich gut rübergekommen", schilderte Feurstein, der dann kurz vor dem Finale noch einen Schreckmoment überstehen musste.
Nachdem das letzte Mal der Anstieg zum Hochfeld auf der Schlussrunde um Bad Schallerbach absolviert war, riss das kleine Feld in zwei Gruppen, wobei sich Feurstein mit seinen Teamkollegen in der zweiten befand. "Colin Stüssi war noch bei mir und der hat mich beruhigt und gesagt, das fahren wir noch zu. Drei Kilometer vor dem Ende waren wir wieder dabei, zum Glück aber wenige Sprinter mehr, weshalb meine Chancen wuchsen", erinnerte sich das Geburtstagskind, dass sich deutlich vor Hofer durchsetzte.
Valentin Hofer sprintet auf Rang zwei
Dieser war zwar kurz verärgert, dass es nicht zum Etappenerfolg bei seiner Heimrundfahrt reichte, doch je näher es der Siegerehrung ging, desto zufriedener wirkte der ehrgeizige Athlet aus Maria Schmolln. "Der Sturz gestern war bitter, aber sowas gehört zum Radsport und das musst du abhaken. Die Beine waren heute nicht so gut zu Beginn der Etappe, das war dann auch mental schwierig, weil ich das schnelle Tempo im Feld fast nicht mitgehen konnte. Am Ende wurde es besser und mein Team hat mich super unterstützt und war echt brutal stark", meinte der 19-Jährige, der heuer sein erstes U23-Jahr absolviert.
Das Gelbe Trikot weilt weiter auf den Schultern von Henrique Bravo. Der junge Brasilianer beteiligte sich sogar an der Nachführarbeit auf den letzten Kilometern, um die Lücke zur ersten Gruppe wieder zu schließen. "Das Team hat einen guten Job gemacht und da wir auch endschnelle Leute hatten, wollte ich ihnen helfen. Am Ende wurden wir Vierte, was ein gutes Ergebnis ist. Nun liegt aber der volle Fokus auf dem Sonntag", schilderte der Sieger der Auftaktetappe am Pöstlingberg.
Neun Sekunden liegt er weiterhin vor dem US-Amerikaner Gavin Sherry (Nationalteam USA). Der Norweger Jonas Kind Hoydahl (Visma - Lease a Bike Development) ist Dritter mit einem Rückstand von 15 Sekunden. Noch liegen aber über 40 Fahrer innerhalb einer Minute in der Gesamtwertung, die sich am hügeligen Schlusstag im Mühlviertel noch drehen kann.












