Platz fünf für Marcel Schnetzer zum WM-Auftakt, Christopher Schobel Siebter im Einer
Text: Peter Maurer / Foto: Drew Kaplan
Am Freitag begannen in Göppingen die Weltmeisterschaften im Hallenradsport. Mit den beiden Kunstradfahrern Marcel Schnetzer und Christopher Schobel waren im Kunstrad die ersten rot-weiß-roten Athleten im Einsatz und auch die WM-Silbernen von 2024 im Radball, Patrick Schnetzer und Stefan Feurstein eröffneten ihr Turnier gegen die Schweiz.
Nur die besten vier Athleten aus der ersten Runde ziehen im Kunstrad ins Finale ein. Knapp daran vorbei schrammte Marcel Schnetzer im Einer der Männer. Der Vorarlberger, der eigentlich seine Karriere nach den Titelkämpfen 2023 in Glasgow schon beendet hatte, kehrte in dieser Saison zurück und feierte vor wenigen Wochen den Sieg bei den Österreichischen Meisterschaften ein gelungenes Comeback. Mit dem fünfthöchsten Ausgangswert an Punkten startete er in den Bewerb und zeigte nach einem leicht wackeligen Beginn eine gute Kür.
Die Juroren zogen dem erfahrenen Athleten nur wenige Punkte ab und er setzte sich an die Spitze der Rangliste, wobei die vier stärksten Athleten noch folgten. Trotz einiger Fehler blieben diese aber vor Schnetzer, womit ihm als Fünften nur knapp mit seinen 155.27 Punkten der Finaleinzug verwehrt blieb. “Ich bin nicht unzufrieden, denn die Kür war sehr solide. Am Start habe ich ein wenig gezittert, was auch daran lag, dass ich beim Einfahren noch gestürzt war“, berichtete Schnetzer.
Sein Teamkollege Christopher Schobel erzielte 141.43 Zähler und schließt den Bewerb im Einer somit auf Rang sieben ab. “Ich bin damit nicht zufrieden, aber irgendwie war die WM-Kür ein Spiegelbild der Saison, in der ich ständige Auf- und Abs hatte“, so Schobel.
Knappe Niederlage zum Auftakt für die Radballer
Im Radball erfolgte dann am Abend der Auftakt für Österreichs Nummer-1-Duo Schnetzer/Feurstein, die gemeinsam in Gent 2022 den Weltmeistertitel erringen konnten. Im neuen Spielmodus mit zwei Vorrundengruppen trafen sie auf die Schweiz. Die zwei Teams lieferten sich ein starkes Duell mit vielen Toren, welches am Ende knapp an die Eidgenossen ging.
Diese lagen zur Halbzeit schon mit 2-4 in Führung, doch die beiden Österreicher kämpften sich zurück in die Partie und glichen mit 5-5 in der zweiten Hälfte aus. Es folgte eine erfolgreiche Ecke für die Schweiz, die dann nach einem Fehler des rot-weiß-roten Duos wieder einen Vorsprung von zwei Treffern hatte. Sie kamen mit 6-7 noch einen Treffer näher, doch in der Schlussminute verwehrte der Schweizer Tormann mit einer sehenswerten Parade den Anschlusstreffer. Am Samstag warten dann die zwei weiteren Gruppenspiele für Österreich gegen die Tschechische Republik und die Slowakei.