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Zwei Favoritensiege, ein gelungenes Comeback und Spannung bis zur letzten Sekunde

19. Oktober 2025
Eine klare Angelegenheit war das Turnier um die Österreichische Staatsmeisterschaft für Patrick Schnetzer und Stefan Feurstein, die in ihren Europameistertrikots antraten (Foto: Peter Maurer)
Veröffentlicht in Hallenradsport

Text und Fotos: Peter Maurer

Am Samstag fanden in Koblach die Österreichischen Meisterschaften im Radball und Kunstradfahren statt, wo auch die letzten Tickets für die im November anstehenden Weltmeisterschaften vergeben wurden. Im Radball-Turnier um die Staatsmeisterschaften waren Patrick Schnetzer und Stefan Feurstein unangefochten. Im Kunstrad-Einer holten sich Lorena Schneider und Marcel Schnetzer die Goldmedaillen.

“Zum Glück war der Druck der WM-Qualifikation schon weg von unseren Schultern und wir konnten das Turnier als Vorbereitung nutzen“, meinte der mehrfache Weltmeister im Radball Patrick Schnetzer. Gemeinsam mit seinem Teamkollegen Feurstein hatte er die heimische Bundesliga dominiert und schon vor dem Finale in Koblach, das Ticket für die WM in Göppingen fixiert.

“Trotzdem willst du immer gewinnen als Sportler. Aber wir waren nicht nur siegreich, sondern wirklich souverän“, war Feurstein stolz über die drei klaren Siege gegen die schärfsten Kontrahenten aus dem eigenen Land. “Das gibt uns einen Boost für die Weltmeisterschaften“, war er sich sicher.

WM-Reserveplatz in letzter Sekunde vergeben

Mit 6-3, 8-2 und 7-2 feierte sie drei klare Siege. Wie ausgeglichen es hinter den beiden Dominatoren zur Sache ging, zeigte die Qualifikation für das zweite Team bei den Weltmeisterschaften. Diese fungieren zwar nur als Ersatzleute bei den Titelkämpfen, sind aber ein wichtiger Trainingspartner und Ratgeber für die bevorstehenden Matches. Am Ende entschied ein Treffer in letzter Sekunde zu Gunsten von Pascal Fontain und Patrick Köck, die auf den Ausgang des Matches zwischen Dornbirn 3 und Sulz 1 warten mussten. Ihre Vereinskollegen Markus Bröll und Jürgen Türtscher lagen in diesem gegen Kevin Bachmann und Michael Welte im Rückstand um ein Tor, erhielten in letzter Sekunde aber noch einen Freistoß. Diesen verwandelte Bröll dann im zweiten Versuch und somit reichte das 7-7 um das Ticket für Göppingen zu buchen. Lukas Wimmer und Mathias Maierhofer holten souverän den Sieg bei der Jugend, bei den Schülern setzten sich Dominik Schwarzmann und Bartholomäus Hagen durch.

Im Kunstradfahren ging die Goldmedaille an Lorena Schneider, die in wenigen Wochen dann auch zu den WM-Medaillenkandidatinnen gehören wird. Die Vorarlbergerin zeigte eine fast perfekte Performance und verwies Franziska Belmega sowie Michelle Andrich, die Silber und Bronze holten. “Ich bin mehr als zufrieden“, strahlte Schneider nach ihrem Auftritt, mit dem sie knapp nur weniger Punkte erzielte als bei ihrem absoluten Bestwert vor wenigen Wochen. “Schon alleine diesen schönen Sport auszuüben ist mir so viel Wert. Ich gehe eigentlich immer mit einem guten Gefühl in die Wettkämpfe“, erklärte sie.

Bei den Männern holte sich Marcel Schnetzer, der eigentlich nach den Weltmeisterschaften 2023 in Glasgow seinen Rücktritt erklärte, den Titel im Einer der Männer. “Erst seit Mai bin ich wieder voll im Training, aber die Saison seitdem lief sehr gut und es geht nahtlos so weiter“, meinte Schnetzer, der für einen neuen Österreichischen Rekord im Finale sorgte. Knapp hinter ihm landete mit Christopher Schobel der zweite WM-Teilnehmer aus Österreich auf dem Silberrang. “Ich habe schon gespürt, dass es in den letzten Wochen immer besser und besser lief, vor allem bin ich konstanter geworden und das sind gute Voraussetzungen für die Weltmeisterschaften“, erklärte Schnetzer abschließend.

Nach der Siegerehrung wurde noch die offizielle Auswahl für die Weltmeisterschaften, bestehend aus zwei Athletinnen und sechs Athleten verabschiedet. Von 7. – 9. November finden die Titelkämpfe in Göppingen statt.

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