Juniorin Zierl feiert Heimsieg in beim Weltcup in Saalfelden-Leogang, Höll Dritte in der Elite
Text: Peter Maurer / Fotos: Monica Gasbichler
Gleich im ersten der vier Downhill-Rennen klappte es mit dem erhofften Heimerfolg für Österreichs Team. Die Tirolerin Rosa Zierl feierte bei den Juniorinnen ihren ersten Weltcupsieg, nachdem sie vor einer Woche in Loudenvielle als Zweite schon knapp dran war. Damit übernahm sie auch die Weltcupführung. In der Elite wurde Valentina Höll Dritte und stand zum sechsten Mal unter den besten Drei bei ihrem Heimweltcup.
“Ich bin voll happy, dass es funktioniert hat und ich einen schnellen Lauf nun auch ins Ziel gebracht habe“, strahlte Zierl, die seit dieser Saison im Weltcup bei den Juniorinnen fährt. Gemeinsam mit der Vorarlbergerin Lina Frener feierte sie vor einer Woche einen Doppelsieg in Frankreich, nun erklomm sie erstmals die höchste Stufe am Podium.
In 3:29.379 Minuten sorgte sie für die schnellste Zeit bei den Juniorinnen, eine, die auch in der Elite noch für die Top Ten gereicht hätte. Ihre Landsfrau Emma Bindhammer wurde Siebte, sammelte ihre ersten Weltcuppunkte in dieser Saison. In der Gesamtwertung übernahm Zierl das Führungstrikot von Frener, die nach einem Trainingssturz den Heimweltcup auslassen musste. Eine Gehirnerschütterung zwang sie zur Rennpause am Samstag und am Sonntag.
Höll feigelt es 2025 noch
Bei den Elite-Frauen landete die zweifache Leogang-Siegerin und Lokalmatadorin Höll auf Platz drei. Bis zur dritten Zwischenzeit lag sie in Führung, ausgerechnet jener Streckenteil, der nach ihr benannt ist mit Vali’s Höll, bereitete ihr aber dann Schwierigkeiten. Somit musste die Salzburgerin, die nur unweit der Speedster-Rennstrecke am Asitzkogel in Saalbach beheimatet ist, der Kanadierin Gracey Hemstreet und der US-Amerikanerin Anna Newkirk den Vortritt lassen.
“Irgendwie feigelt es mich die Saison und ich komme nicht so in den Flow wie in den vergangenen Jahren. Ich bin aber konstant von den Ergebnissen, aber für ganz vorne reicht es nicht. Ich hatte in der Mitte einen großen Fehler, das hat mich aus dem Konzept gebracht. Ich wollte gut runterkommen, ohne Sturz“, resümierte Höll.
Bei den Männern klappte es für Andreas Kolb zwar nicht für den erneuten Heimsieg wie 2023, doch der Steirer zeigte eine engagierte Fahrt, die ihn am Ende in die Top Ten als Achter führte. “Die Pace passt, aber leider habe ich zu viele Fehler gemacht, oben zwei blöde Fehler, die Zeit gekostet haben, unten dann auch wieder. Schade, dass es beim Heim-Weltcup nicht so gelaufen ist wie erhofft“, meinte der Steirer nach dem Rennen.
Dennoch zeigte der 29-Jährige, dass er wieder zurück ist, nach dem Knöchelbruch, den er sich vor der Saison zuzog. “Die Verletzung spüre ich noch, bei dem Feld, bei den Zeiten ist das halt ein Faktor“, so der Österreicher. Bereits in zwei Woche geht es in den nächsten Downhill-Stopp, der in Val Di Sole ausgetragen wird. Auf der Black Snake Strecke werden 2026 die Weltmeistertitel vergeben.