Felix Gall erzielt ein historisches Ergebnis für den österreichischen Sport

Text: Peter Maurer / Fotos: Reinhard Eisenbauer
Auf dem zweiten Platz beendet der Osttiroler Felix Gall die 109. Ausgabe des Giro d’Italia. Noch nie war ein rot-weiß-roter Radprofi am Ende einer der drei dreiwöchigen Landesrundfahrten besser platziert. Der 28-Jährige schaffte den angepeilten Sprung aufs Podium und zählte mit dem Sieger Jonas Vingegaard zu den herausragenden Fahrern der diesjährigen Italien-Rundfahrt.
“Wir haben es geträumt, wir haben hart dafür gekämpft und nun haben wir es nach Hause gebracht“, schilderte Gregor Mühlberger in Rom, wo die 21. und letzte Etappe am Sonntag zu Ende ging. Der 32-Jährige ging als Edelhelfer für Gall in den Giro, arbeitete bis zum Umfallen in den Bergen für seinen Teamkollegen und zählte zu den entscheidenden Faktoren, dass der Osttiroler den Giro am Podium beendete.
Vor den drei Wochen gab Gall das Podium in der Gesamtwertung als oberstes Ziel aus, zeigte sich stark in den Bergen, wurde fünf Mal Etappenzweiter, immer nur geschlagen von Vingegaard, der in Rom sein Triple an GrandTour-Siegen komplettierte. Nach zwei Erfolgen bei der Tour, einem bei der Vuelta schloss er nun die dritte große Landesrundfahrt als Erster ab.
“Die Müdigkeit ist sehr groß, ich war am Ende auch sehr angespannt in der letzten Woche. Ich bin extrem happy und extrem zufrieden, die Rundfahrt so abzuschließen“, freute sich Gall, der vor allem am vorletzten Tag, nur unweit der heimischen Grenze in Piancavallo, lautstark von vielen heimischen Fans angefeuert wurde.
“Wir kennen Felix schon lange, haben seinen Aufstieg vom ersten Juniorenweltmeister Österreichs im Straßenradsport bis in die Profiszene eng verfolgt und auch gefördert mit vielen Nationalteameinsätzen. Schon mit seinen tollen Ergebnissen bei der Vuelta oder der Tour hat er unseren Sport bestens in Österreich, aber auch im Ausland präsentiert“, erklärte Harald J. Mayer, der Präsident von Cycling Austria und fügte an: “Mit seinem zweiten Platz hat er Geschichte für Österreichs Radsport geschrieben, jetzt drei Wochen die Fans auf der ganzen Welt begeistert und auch sehr viele heimische Fans an den Straßenrand gelockt. Wir gratulieren ihm herzlich.“











